Ein Gastbeitrag von Christoph L., 41.

8:30 morgens, irgendwo in Deutschland.

Ich hatte gerade den Kleinen bei der Schule abgesetzt und erfolgreich den Stau hinter mich gebracht. Nach dem Marsch vom hinteren Ende des Parkplatzes ins Büro noch schnell die Tasche abgestellt und schon war ich auf dem Weg ins Daily Stand-Up.

Kurz vor der Besprechungsecke überkam es mich. Ich hatte keine Erinnerung mehr an den gestrigen Tag – nur noch, dass ich sehr frustriert in den Feierabend ging. Und, dass heute wieder das Sprint-Demo ansteht, die Software aber gerade in einem miserablen Zustand war. Keine gute Grundlage für den heutigen Start in den Tag. Der Gedanke daran, mich jetzt im Daily Stand-Up vor den anderen rechtfertigen zu müssen, gab mir den Rest.